GAMEplaces BUSINESS & LEGAL am 25. März: ‘Rechtliche Rahmenbedingungen der Lizenzierung’

Beim Special zur Internationalen Musikmesse Frankfurt thematisiert Dirk Böttcher (Sozietät Atrott & Böttcher) die rechtlichen Rahmenbedingungen der Lizenzierung von Musik für Games.
Frankfurt am Main, 8. März 2010 – Der Erfolg von Musik-Spielen hängt entscheidend davon ab, welche Musiktitel im betreffenden Spiel verwendet werden können. Doch nicht nur hier, sondern auch bei “normalen” Spielen, in denen Musik als atmosphärische Untermalung der eigentlichen Handlung eingesetzt wird, ist der ordnungsgemäße Erwerb der Nutzungsrechte unerlässlich. Bei GAMEplaces BUSINESS & LEGAL am 25. März thematisiert Rechtsanwalt Dirk Böttcher die juristischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Lizenzierung von Musik für Computerspiele; dabei differenziert er nach den einzelnen Rechteinhabern beziehungsweise nach dem Urheber- und Leistungsschutzrecht.

Gerade in den letzten Jahren hat es viele kommerziell extrem erfolgreiche Spiele gegeben, deren  zentraler Bestandteil die Musik gewesen ist: Neben Titeln wie “Singstar”, “Guitar Hero”, “Rock Band” oder “Wii Music”, deren Gameplay auf der Nutzung von Musik aufbaut, nennt Böttcher auch Spiele mit hochwertigen Soundtracks wie “Grand Theft Auto” mit den dabei vorhandenen verschiedenen Programmen des Autoradios. “Ein Grundverständnis der juristischen Voraussetzungen ist für die Umsetzung in der Praxis also unerlässlich”, sagt Böttcher, dessen Vortrag sich an alle Mitarbeiter in Entwicklungsstudios und/oder bei Publishern richtet, die für die Implementierung von Musik in Computerspiele verantwortlich sind. Neben den juristischen Rahmenbedingungen für eine ordnungsgemäße Lizenzierung erläutert er darin auch, welche Rechte von wem erworben und wie deren Erwerb vertraglich geregelt werden sollte.

“Die leider falsche Auffassung, es müssten lediglich die Rechte an einer konkreten Tonaufnahme, also die Leistungsschutzrechte geklärt werden, ist weit verbreitet”, sagt Böttcher, der darauf hinweist, dass außerdem eine Klärung der Rechte in Bezug auf das der Tonaufnahme zugrundeliegende urheberrechtliche Werk, also Text und Komposition erforderlich ist. “Insbesondere bei kommerziell erfolgreichen Tracks aus dem anglo-amerikanischen Raum folgt hier nicht selten ein langwieriger und schwieriger Klärungsprozess”, so Böttcher weiter.

Dirk Böttcher (Atrott & Böttcher) ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und berät vor allem Mandanten aus der Musik-, Film- und Fernsehproduktion sowie Konzertveranstalter, Sponsoring- und Merchandisingfirmen, Hersteller von Computerspielen sowie Werbeagenturen.
‘Rechtliche Rahmenbedingungen der Lizenzierung’- das Special zur Musikmesse
Termin: Donnerstag, 25.03.2010
Ort: IHK Frankfurt am Main, Konferenzraum im 2. OG, Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt am Main
Uhrzeit: 8:00 – 10:00 Uhr
Teilnahme: nach Anmeldung auf www.gameplaces.de kostenlos
Mehr zur Musikmesse: www.musikmesse.de

Terminvorschau: ‘Der geplatzte Deal’ am 15.4.
Christian  Hoppenstedt zu Leistungsstörungen und vorzeitiger Beendigung von Entwicklungs- und Lizenzverträgen für Games

No Comments

GAMEplaces BUSINESS & LEGAL am 10. Februar: ‘Rights Clearance’: Verträge mit Kreativen

Frankfurt am Main, 26. Januar 2010 – “Unbekannte Nutzungsart”, “angemessene Vergütung”, “Nennungsansprüche” und “Zweckübertragungstheorie”: Unbestimmte Rechtsbegriffe wie diese bilden nur einige der möglichen Ursachen für urhebervertragsrechtliche Fallstricke im Rahmen der Game-Entwicklung. Um Lücken in der Lizenzkette und daraus resultierende Haftungspflichten zu vermeiden, müssen Game-Entwickler beim Rechteerwerb größte Sorgfalt walten lassen. In seinem Vortrag ‘Rights Clearance’, der sich an Publisher, Studios und Kreative richtet, vermittelt Rechtsanwalt Guido Hettinger, Partner der Sozietät Brehm & v. Moers, deshalb die Grundzüge des Urhebervertragsrechts.

“Fakt ist, dass ein Spiel, das unlizenzierte Werke enthält, nicht verwertet werden darf”, bringt es Hettinger auf den Punkt. Um Lizenzverstöße zu vermeiden, muss in einem solchen Fall nachlizenziert werden. “Die Kosten für eine Nachlizenzierung, überstiegen die ordentlichen Lizenzgebühren allerdings oftmals deutlich”, so Hettinger. Noch schlimmer sähe es aus, wenn eine Nachlizenzierung nicht möglich sei; das betreffende Spiel müsse verändert und dürfe zwischenzeitlich nicht vertrieben werden, so Hettinger: “Die hierdurch bedingten Kosten und Erlösausfälle übersteigen selbst die Kosten der Nachlizenzierung noch einmal erheblich.”

Da viele Projekte mit einem großen Stab an freien Mitarbeitern bewältigt werden behandelt Hettinger in seinem Vortrag auch Besonderheiten beim Erwerb von Nutzungsrechten in Arbeitsverhältnissen sowie arbeitsrechtliche Probleme bei der Beschäftigung von Freelancern. Der Spezialist für Medienrecht weiß aus Erfahrung, dass Fragen der Scheinselbständigkeit beziehungsweise der Sozialversicherungspflicht von Mitarbeitern gerne ausgeblendet werden – mit zum Teil existenzbedrohenden Folgen.

Dass zumindest rudimentäre Kenntnisse der aktuellen Gesetzeslage elementar sein können, hat Hettinger bereits in seinem Initalvortrag ‘Die IP’ zum Auftakt der Business & Legal-Reihe dargelegt: Nicht selten sei die ‘Intellectual Property’ (kurz: ‘IP’), also das geistige Eigentum an einem Spiel, Gegenstand hitziger Verhandlungsführung oder sogar gerichtlicher Auseinandersetzungen zwischen Entwicklern und Publishern, so Hettinger im vergangenen Jahr.

Guido Hettinger ist Partner der überörtlichen Rechtsanwaltssozietät Brehm & v. Moers. Er ist spezialisiert auf Urheber- und Medienrecht sowie das Recht der Informationstechnologie. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen unter anderem in der Vertragsgestaltung für Film- und Gameproduktionen sowie für Multimedia- und IT-Projekte, der digitalen Distribution von Content und Softwareanwendungen sowie im Electronic- beziehungsweise Mobile-Commerce.

‘Rights Clearance: Verträge mit Kreativen’
am Mittwoch, 10.02.2010 in der IHK Frankfurt am Main, Raum London im 4. OG, Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt am Main von 8:00 – 10:00 Uhr. Die Teilnahme ist nach Anmeldung auf www.gameplaces.de kostenlos.

Terminvorschau:
25.3.2010: ‘Rechtliche Rahmenbedingungen der Lizenzierung’ mit Dirk Böttcher

No Comments

GAMEplaces BUSINESS & LEGAL am 18. November: ‘Alles online, oder was?’

Frankfurt am Main, 2. November 2009 – Heutzutage verfügen die meisten Spiele über Online-Funktionen: Viele werden online vertrieben, andere können kostenlos downgeloadet oder im Browser gespielt werden. Als eines der am schnellsten wachsenden Segmente des Marktes, werfen die Online-Spiele jedoch zahlreiche Rechtsfragen auf: Worin unterscheidet sich also der Online-Vertrieb von der klassischen Distribution? Wie müssen die Vertragbedingungen gestaltet werden und welche gesetzlichen Rahmenbedingungen gilt es zu beachten? Bei GAMEplaces BUSINESS & LEGAL am 18. November geht Dr. Andreas Lober von der Frankfurter Kanzlei Schulte Riesenkampff diesen und weiteren sich aus der Online-Distribution von Spielen ergebenden Fragestellungen nach.

Wie jede Gemeinschaft bedarf auch eine Online-Community verbindlicher Regeln. Unfaires Spielverhalten oder gar Gesetzesverstöße innerhalb dieser nicht selten einige hunderttausend oder gar Millionen Spieler umfassenden Gemeinschaften müssen geahndet werden können. Verständlicherweise bestehen die Betreiber auf einer Art virtuellen Hausrecht, für das sämtliche Spielregeln jedoch in eine Rechtsform gegossen werden müssen. Dies sei bei Online-Spielen möglich, da es eine direkte Vertragsbeziehung zwischen Spieler und Anbieter gebe, so Lober.

Als weiteres Beispiel für einen speziellen Regulierungsbedarf nennt Lober den Einsatz virtueller Währungen: Zahlreiche der kostenlos erhältlichen Online-Spiele finanzierten sich durch kostenpflichtige “Premium Features”, so Lober. Häufig werden diese von den Spielern mittels einer virtuellen Währung bezahlt, die sie zuvor für echtes Geld erworben haben. “Je nach Ausgestaltung kann eine solche virtuelle Währung ein Fall für die Bankaufsicht sein; auch das Verbot illegalen Glücksspiels ist zu beachten, wenn diese nach dem Zufallsprinzip ausgespielt wird”, sagt Lober.

Dr. Andreas Lober (Schulte Riesenkampff) promovierte über Jugendschutz bei Computerspielen. Er berät führende Unternehmen der Gamebranche u. a. bei der Implementierung neuer Geschäftsmodelle, dem Schutz geistigen Eigentums, der Vertragsgestaltung und in Gerichtsverfahren. Ferner betreibt Dr. Lober den Blog www.gamelwablog.de

GAMEplaces BUSINESS & LEGAL am 18.11.:’Alles online, oder was?’
8:00 – 10:00 Uhr in der IHK Frankfurt am Main (Raum London im 4. OG), Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt am Main
Die Teilnahme ist nach Anmeldung auf www.gameplaces.de kostenlos.

Termin- & Themenvorschau
‘Rights Clearance: Verträge mit Kreativen’ (G. Hettinger) am 10.2.2010
‘Rechtliche Rahmenbedingungen der Lizenzierung’ (D.Böttcher) am 25.3.2010

No Comments

European Innovative Games Award 2009 – die Shortlist steht fest

Elf internationale Titel sind für den EIGA 2009 nominiert, weitere acht gehen ins Rennen um die mit jeweils 5.000 Euro dotierten Förderpreise

Frankfurt am Main, 27. Oktober 2009 – Die Shortlist für den European Innovative Games Award (EIGA) steht fest: elf der insgesamt 70 Einreichungen sind für eine der drei Auszeichnungen nominiert, weitere acht gehen ins Rennen um die drei mit jeweils 5.000 Euro dotierten Förderpreise. Zur feierlichen Preisverleihung, die am 6. November im Frankfurter CineStar Metropolis stattfindet, werden mehrere hundert Gäste erwartet, unter anderem der Wirtschaftsdezernent der Stadt Frankfurt am Main Markus Frank, die hessische Staatssekretärin für Europaangelegenheiten Nicola Beer, Prof. Wolfgang Thaenert, Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien sowie Dr. Florian Stadlbauer, Vorstand der gamearea FRM. Laudatoren sind die Juroren Maruja Gutiérrez Díaz (Europäische Kommission), Frank Sliwka (GDC Europe), André Horn (IDG Entertainment Media), Oliver Menne (Eurogamer Network), Simon Little (Interactive Software Federation of Europe) und Jan Wagner (gamearea FRM). Durch den Abend führen die TV-Moderatoren Viola Tensil und Mola Abedisi. Musikalisch untermalt wird die EIGA-Gala von Kaye-Ree, deren aktuelles Soloalbum-Debüt “Endless Melody” mit feinstem Soul made in Germany überrascht.

Um den EIGA der Kategorie ‘T - Innovative Technology’ konkurrieren “Nintendo DSi” von Nintendo of Europe, “ICON” von KOMPAN, “CryENGINE 3″ von Crytek (alle: Deutschland) und “Positive Gaming iDANCE” von Positive Gaming AB aus Schweden.

“Maus DS - Der mausgeflippte Denkspaß” von Braingame Publishing und “Imagine Earth - Exploring the Balance” von Serious Brothers aus Deutschland, “Greed Corp” von Woedend! Games BV und “Swords & Soldiers” von Ronimo Games aus den Niederlanden sowie “Max and the Magic Marker” von Press Play aus Dänemark treten in der Kategorie ‘GD - Innovative Game Design’ an.

Den Sprung auf die Shortlist in der Kategorie ‘AME - Innovative Application Methods and Environments’ schafften “AnimalClass 2: European Map” von GameMiner Ltd. aus Finnland und die niederländischen Titel “The Great Flu” von Ranj Serious Games sowie “SilverFit” von SilverFit BV; in dieser Kategorie erneut nominiert ist außerdem “ICON” von KOMPAN.

Ins Rennen um die drei Förderpreise gehen vornehmlich deutsche Einreichungen: neben “Nemesis2030″ (BIGPOINT), “Levee Engine” und “White Label Community” (beide: TGC - The Games Company Worldwide), “Marble Isle Quiz System” (THREE D SERVICES), “Backdrop - behind the curtain” (Franz Stradal), “NotPron yet” (David Münnich / Will Weber)  und “Phobos” (Mediadesign Hochschule Wolpertinger Games) ist mit “Paccus HAWK hydraulic feedback joystick” von Paccus Interfaces BV aus den Niederlanden nur ein ausländischer Titel nominiert.

EUROPEAN INNOVATIVE GAMES AWARD
EIGA-Gala am 6. November 2009 im CineStar Metropolis, Eschenheimer Anlage 40, 60318 Frankfurt am Main
www.innovative-games.eu

Event-Partner des EIGA 2009 ist das browsergames forum 2009
6. & 7. November 2009 ebenfalls im CineStar Metropolis
www.bgf2009.de

Über den European Innovative Games Award (EIGA): Der EIGA wurde 2008 ins Leben gerufen und ehrt besondere Innovationsleistungen im Bereich Computer- und Videospiele. Veranstalter des europaweit ausgeschriebenen Wettbewerbs ist eine Trägergemeinschaft, der die Stadt Frankfurt, das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und die Standortinitiative gamearea FRM e.V. angehören. Der EIGA wird in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission realisiert. Event-Partner des EIGA ist das browergames forum 2009 das am 6. und 7. November und wie auch die EIGA-Gala im CineStar Metropolis stattfindet; die diesjährigen Sponsoren sind Brehm & v. Moers, crytek, Dynamedion, GameReport.de, Hassia, metricminds, Namco Bandai Partners Germany, Red Carpet Event, Saalbau sowie Satis & Fy.

No Comments

gamearea-FRM initiiert Kooperation von EIGA und browsergames forum 2009

Als Mitveranstalter des European Innovative Games Award (EIGA) bringt die gamearea-FRM die beiden hochkarätigen Events  zeitlich und räumlich zusammen.

Frankfurt am Main, 13. Oktober 2009 – Auf Initiative der gamearea-FRM kam in diesem Jahr eine Kooperation des European Innovative Games Award (EIGA) und des browsergames forums (bgf) zustande: die beiden internationalen Branchenevents finden nicht nur zeitgleich am 6. und 7. November, sondern auch in derselben Location, dem Frankfurter CineStar Metropolis statt. Im Rahmen der Kooperation erhalten alle Teilnehmer des bgf außerdem die Möglichkeit, der exklusiven EIGA-Gala beizuwohnen.

“Durch die Kooperation ergibt sich ein klarer Mehrwert für beide Veranstaltungen und in der Konsequenz natürlich auch für den Standort FrankfurtRheinMain”, freut sich gamearea-FRM-Vorstand Joerg Weber. Während der EIGA insbesondere von der Einbettung in ein hochkarätiges, über die Preisverleihung hinausgehendes Fachprogramm profitiere, werde das bgf um einen glanzvollen Abendevent reicher, so Weber weiter.

Auch bgf-Veranstalter Dr. Andreas Lober, der in diesem Jahr mit mindestens 350 Fachbesuchern rechnet, freut sich über die sich aus der Kooperation ergebenden Synergien: “Sowohl das bgf als auch der EIGA verfolgen einen internationalen Anspruch, den wir durch den gemeinsamen Auftritt sicherlich nochmals unterstreichen können”, sagt Lober, der Speaker und Panel-Teilnehmer aus Deutschland, den USA, England, Frankreich und Osteuropa für das diesjährige bgf gewinnen konnte.

Neben anderem haben Heiko Hubertz (Geschäftsführer Bigpoint GmbH), Florian Bohn (Geschäftsführer Travian Games GmbH) und Odile Limpach (Geschäftsführerin Blue Byte GmbH) ihre Teilnahme am bgf, dessen offizielle Konferenzsprache in diesem Jahr erstmals Englisch sein wird, bereits verbindlich zugesagt. Zwar gehörten Browsergames inzwischen bereits zum Wachstumsmotor der deutschen Spielebranche – die Zukunft werde jedoch noch mehr spannendes bringen, ist Lober überzeugt: “Das bgf wird die ganze Bandbreite von grafisch aufwändigen Spielen bis hin zu Social Games auf Plattformen wie Facebook widerspiegeln und einen Blick in die Kristallkugel ermöglichen.”

** browsergames forum am 6. & 7. November 2009 **
** EIGA-Gala am 6. November 2009 **

CineStar Metropolis
Eschenheimer Anlage 40
60318 Frankfurt am Main

Mehr Informationen unter www.bgf2009.de & www.innovative-games.eu

No Comments

GAMEplaces BUSINESS & LEGAL am 21. Oktober: ‘Der Deal’

Christian Hoppenstedt, Partner der Sozietät HOPPENSTEDT & WOLTERS Rechtsanwälte zum Thema Entwicklungs- und Lizenzverträge für Games.

Frankfurt am Main, 2. Oktober 2009 – Die Herstellung eines Computerspiels ist in den meisten Fällen aufwändig, langwierig und mit hohen Kosten verbunden. Regelmäßig schließen Entwicklerstudios und Publisher einen Entwicklungs- und Lizenzvertrag über ein erst als Idee oder Demo existierendes Spiel ab. Dabei sind neben den urheberrechtlichen Aspekten auch sämtliche Risiken, die mit der Fertigstellung des Spiels verbunden sind, zu beachten. Bei ‘GAMEplaces Business & Legal’ am 21. Oktober erklärt Rechtsanwalt Christian Hoppenstedt, worauf Entwickler und Publisher bei Vertragsverhandlungen achten sollten.

In Deutschland lassen sich die in Entwicklungs- und Lizenzverträgen für Games enthaltenen Bestandteile unterschiedlichen gesetzlichen Vertragstypen zuordnen: neben Elementen des klassischen Werkvertrages finden sich darin häufig auch solche aus dem Urhebervertragsrecht, die in anderen Branchen bereits seit langem etabliert sind und auf die Gamebranche übertragen wurden. In seinem Vortrag stellt Christian Hoppenstedt anhand von Praxisbeispielen die wesentlichen Aspekte üblicher Lizenz- und Entwicklungsverträge in der Gamebranche vor und nähert sich der Thematik dabei sowohl aus der Perspektive der Publisher als auch der Entwickler.

Für den Publisher ist zunächst ungewiss, ob der Entwickler leistungsfähig genug sein wird, die in manchen Fällen lediglich als Design Document vorliegende Idee für ein Game wie geplant zu realisieren. Maßgeblich sind neben der erwünschten Qualität des Spiels auch Entwicklungszeit und -kosten. Für den Entwickler kommt es neben der pünktlichen Abnahme und Vergütung der Milestones darauf an, in welchem Umfang Lizenzen erteilt werden. Zudem sollte geregelt sein, dass das Spiel nach Fertigstellung des Goldmasters mit angemessenem Marketingaufwand in den Handel gelangt. Insbesondere für die zumeist wirtschaftlich schwächeren Entwickler ist es daher wichtig, Entwicklungs- und Lizenzverträge sorgfältig zu prüfen und zu verhandeln.

Christian Hoppenstedt (Sozietät HOPPENSTEDT & WOLTERS Rechtsanwälte, Frankfurt am Main) ist Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Urheber-, Lizenzvertrags- und Wettbewerbsrecht und Experte in den Bereichen Film, Games, Werbung und Musik.

GAMEplaces BUSINESS & LEGAL: ‘Der Deal’ am Mittwoch, 21.10.2009
in der IHK Frankfurt am Main, Konferenzraum im 2. OG, Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt am Main von 8:00 – 10:00 Uhr
Die Teilnahme nach Anmeldung auf www.gameplaces.de kostenlos

No Comments

Last Call für den EIGA 2009

Der European Innovative Games Award (EIGA) 2009 geht in die Verlängerung

Frankfurt am Main, 22. September 2009 – Wie die Veranstalter es European Innovative Games Award (EIGA) 2009 heute bekannt gaben, wird die Einreichfrist  für den diesjährigen Wettbewerb um eine Woche verlängert. Spielentwickler, Publisher, Verlage, Freelancer und Young Professionals aus allen Mitgliedstaaten der EU haben noch bis zum 2. Oktober die Möglichkeit, ihre Spiele ins Rennen um die renommierte Auszeichnung zu schicken. Der EIGA wird in den Kategorien ‘T – Innovative Technology’, ‘GD – Innovative Game Design’ und ‘AME – Innovative Application Methods and Environments’ verliehen. In jeder der drei Kategorien wird außerdem ein mit 5.000 Euro dotierter Förderpreis an Projekte vergeben, die sich noch im Prototypenstatus befinden.

Zwar adressierten die Förderpreise nicht explizit den kreativen Nachwuchs, doch gerade junge Spielentwickler könnten von der Kombination aus Ehren- und Geldpreis besonders profitieren, sagt Jurymitglied Maruja Gutiérrez Díaz. “Gerade hier mangelt es nicht an außergewöhnlichen Ideen, sondern vielmehr an den finanziellen Mitteln, diese umzusetzen”, so die Referatsleiterin Lebenslanges Lernen in der Generaldirektion Bildung und Kultur der Europäischen Kommission. Als eine der Verantwortlichen für das Europäische Jahr der Kreativität und Innovation hofft Gutiérrez Díaz, dass die im Rahmen des EIGA dotierten Förderpreise dazu beitragen, kreative Spielräume bei der Umsetzung innovativer Ideen zu eröffnen: “Das Potenzial innovativer Ansätze und Ideen sollte im Interesse der gesamten Branche gefördert werden.”

“Anders als im Wettbewerb um die Hauptpreise in den drei Kategorien wollen wir mir den Förderpreisen unkonventionelle Ansätze und Ideen unterstützen”, sagt auch Christian Flory, zuständiger Projektleiter bei Hessen-IT. “Gerade Projekte in einem frühen Entwicklungsstadium sind willkommen. Hier geht es um die Originalität und Innovationskraft der Idee, technische Perfektion und Ausgereiftheit des Produktes spielen eine untergeordnete Rolle”, so Flory weiter.
Über den European Innovative Games Award (EIGA): Der EIGA wurde 2008 ins Leben gerufen und ehrt besondere Innovationsleistungen im Bereich Computer- und Videospiele. Veranstalter des europaweit ausgeschriebenen Wettbewerbs ist eine Trägergemeinschaft, der die Stadt Frankfurt, das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und die Standortinitiative gamearea FRM e.V. angehören. Der EIGA wird in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission realisiert.

EIGA 2009
Verlängerter Einsendeschluss: bis zum 2. Oktober 2009
Mehr Informationen, Reglement & Teilnahmeunterlagen: www.innovative-games.eu
Preisverleihung: am 6. November 2009 im CineStar Metropolis, Eschenheimer Anlage 40, 60318 Frankfurt am Main

No Comments

Neustart für GAMEplaces BUSINESS & LEGAL

Mit Guido Hettingers Vortrag ‘Die IP’ geht die Business-Frühstücksreihe zu relevanten Rechtsthemen der Gamebranche am 22. September in die zweite Runde

Frankfurt am Main, 7. September 2009 – Ab dem 22. September geht die Frankfurter Business-Frühstücksreihe GAMEplaces BUSINESS & LEGAL in die zweite Runde. Einmal mehr thematisiert GAMEplaces BUSINESS & LEGAL branchenspezifische Rechtsfragen sowie Fragen des beruflichen Alltags, die anhand ausgewählter Praxisbeispiele beleuchtet werden. Die insgesamt neun Veranstaltungen finden in der IHK Frankfurt statt und richten sich primär an Führungskräfte aus der Game- und Medienbranche, die ihr theoretisches und praktisches Wissen vertiefen möchten. Zum Auftakt des neuen Zyklus gibt Guido Hettinger (Brehm & v. Moers) in seinem Vortrag ‘Die IP’ einen systematischen Überblick über die urheber- und medienrechtlichen Grundlagen bei der Entwicklung von Games. Die Teilnahme ist nach Anmeldung auf www.gameplaces.de kostenlos.

Nicht selten ist die ‘Intellectual Property’ (kurz: ‘IP’) an einem Spiel Gegenstand hitziger Ver-handlungsführung oder sogar gerichtlicher Auseinandersetzungen zwischen Entwicklern und Publishern. Was aber genau ist die ‘IP’? Aus welchen Rechtspositionen setzt sie sich zusammen und wie kann ein Entwickler diese erwerben? Diese und weitere Fragestellungen sind Gegenstand von Hettingers Vortrag, mit dem der Rechtsanwalt ein Bewusstsein für den Themenkomplex ‘Intellectual Property’ schaffen möchte: “Um ein sicheres Gespür im Umgang mit potenziellen juristischen Fallstricken entwickeln zu können, sollten Entwickler und Publisher die elementaren Fakten kennen”, sagt Hettinger, der das Thema sowohl unter juristischen als auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten beleuchtet. Bei Letzteren geht es vor allem darum, wer berechtigt ist, Nachfolge- oder Zusatzprodukte zu erfolgreichen Spielen zu entwickeln und herauszubringen. In juristischer Hinsicht ist die ordnungsgemäße Lizenzierung besonders relevant. Diese geht der internationalen Vermarktung eines Spiels voran und sollte unter anderem den Schutz aller in einem Spiel verkörperten urheberrechtlichen Nutzungsrechte sicherstellen.

“Das Interesse am Informationsangebot von GAMEplaces BUSINESS & LEGAL war und ist enorm”, sagt Manuela Schiffner, Leiterin des Kompetenzzentrums Kreativ-Wirtschaft bei der Wirtschaftsförderung Frankfurt. Aufgrund der zahlreichen Nachfragen hätten sich die Organisatoren entschlossen, die regelmäßigen Termine wieder aufzunehmen. “Selbstverständlich berücksichtigen alle Vorträge der zweiten Staffel aktuelle Entwicklungen und Veränderungen”, so Schiffner weiter.

GAMEplaces BUSINESS & LEGAL am Dienstag, 22.9.2009 mit Guido Hettinger (Brehm & v. Moers) zum Thema: ‘Die IP’
Ort: IHK Frankfurt am Main, Konferenzraum im 2. OG, Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt am Main
Zeit: 8:00 – 10:00 Uhr

No Comments

Die EIGA-Jury 2009 steht fest

Rund drei Wochen vor Ablauf der Einreichfrist für den European Innovative Games Award (EIGA) 2009 geben die Veranstalter die diesjährigen Juroren bekannt

Frankfurt am Main, 1. Septmber 2009 – Der Wettbewerb um den European Innovative Games Award (EIGA) 2009 läuft. Knapp einen Monat vor Ablauf der Einreichfrist stellen die Veranstalter nun ihre hochkarätig besetzte, internationale Jury vor. Spielentwickler, Publisher, Verlage, Freelancer und Young Professionals aus allen Mitgliedstaaten der EU, die ihr Spiel dem qualifizierten Urteil der neun Juroren stellen möchten, haben noch bis zum 25. September die Möglichkeit, sich für die renommierte Auszeichnung zu bewerben. Der EIGA wird in den Kategorien ‘T – Innovative Technology’, ‘GD – Innovative Game Design’ und ‘AME – Innovative Application Methods and Environments’ verliehen. Teilnahmeberechtigt sind sowohl Produkte, die seit höchstens einem Jahr am Markt sind, als auch Projekte, die sich noch im Prototypenstatus befinden. Letztere haben die Chance auf einen der mit jeweils 5.000 Euro dotierten Förderpreise. Die feierliche Preisverleihung findet am 6. November im Frankfurter CineStar Metropolis statt.

“Mit der Jury des European Innovative Games Award 2009 können wir erneut ein hochrangig besetztes Gremium präsentieren, dessen Urteil auch international  Gewicht haben wird”, ist Prof. Wolfgang Thaenert, Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) überzeugt. Mit ihrer Internationalität und dem Facettenreichtum im Hinblick auf die biografischen Hintergründe und Spezialisierungen ihrer Mitglieder spiegele die Jury den Anspruch des Wettbewerbs wieder, so Thaenert weiter.

Die Juroren beim European Innovative Games Award 2009

Dr. Malte Behrmann ist Rechtsanwalt in Berlin, Geschäftsführer Politik des Bundesverbands deutscher Computerspielentwickler (G.A.M.E. e.V.), General Secretary der European Game Developer Federation (EGDF), Mitglied des Steeringboards der Initiative Networked and Electronic Media (NEM) und Autor des Sachbuchs “Kino und Spiele”.

Maruia Gutiérrez Díaz ist Referatsleiterin Lebenslanges Lernen in der Generaldirektion Bildung und Kultur der Europäischen Kommission und eine der Verantwortlichen für das “Europäische Jahr der Kreativität und Innovation”. Als Spezialistin für neue Technologien bekleidete die Architektin und Stadtplanerin seit 1988 verschiedene Positionen bei der Kommission und leitete unter anderem die Abteilung Multimedia – Culture, Education, Training.

André Horn ist Verlagsleiter der IDG Entertainment Media GmbH, zu deren Portfolio unter anderem die Titel “GameStar”, “GamePro” und “Making Games” zählen. Als Vorstandsvorsitzender von Videospielkultur e.V. engagiert sich der Kulturwissenschaftler für die politische, akademische und gesellschaftliche Anerkennung von Videospielen als wertvolles Kulturgut.

Simon Little ist Managing Director der Interactive Software Federation of Europe (ISFE). Zuvor war er als Group Business Affairs Director bei Take Two beschäftigt, wo er mit strategischen sowie rechtlichen Aufgaben betraut war.

Oliver Menne, Geschäftsführer der Eurogamer Network Ltd., schrieb bereits mit 16 für “Game-On” und “Magic Disk 64″. Bevor er mit Eurogamer.de sein eigenes Business startete, war er Herausgeber von “PC Games” und im Vorstand der Computec Media AG, wo er als Chief Editorial Officer Magazine in den USA, Großbritannien, Frankreich und Skandinavien launchte.

Dieter Posch (FDP): Der Hessische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung ist bereits seit 1994 stellvertretender Landesvorsitzender der FDP in Hessen. Von 1989 bis 1991 war der Rechtsanwalt und Verwaltungsjurist Mitglied im Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks; heute gehört er der Anstaltsversammlung der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) an.

Frank Sliwka ist Vizepräsident European Business Development bei Think Services und dort außerdem Event Director Game Developers Conference (GDC) Europe. Zuvor hatte Sliwka, der unter anderem den deutschen eSport-Bund gründete, als Projektdirektor für die Games Convention-Entwicklerkonferenz GCDC und die GC Asia verantwortlich gezeichnet.

Carsten van Husen ist Präsident der PEOGA, der Pan-European Online Games Association, einer gemeinschaftlichen Initiative von Online-Spiele-Publishern aus ganz Europa. Außerdem ist er Head of Publishing bei der Gameforge AG. Das auf die Entwicklung und Veröffentlichung von browser- und clientbasierten Online-Games spezialisierte Unternehmen hat seinen Stammsitz in Deutschland.

Jan Wagner: Der Geschäftsführer der Cliffhanger Productions GmbH ist Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Standortinitiative gamearea-FRM e. V.. Seit über 15 Jahren in der Gamebranche aktiv verfügt er über umfangreiche Erfahrungen aus den Bereichen Produktion, Spieldesign, Produkt Management, PR und Community-Management.

Mehr Informationen, Reglement & Teilnahmeunterlagen unter www.innovative-games.eu

No Comments

Newcomer Award 2009: Gamesload sucht die besten Nachwuchsentwickler Deutschlands

Zum ersten Mal auch Spiele für das Mac Betriebssystem OS X zugelassen

Bereits zum vierten Mal vergibt Gamesload, Deutschlands führendes Online-Portal für PC-Spiele-Downloads, den mit 10.000 Euro dotierten „Newcomer Award“ für die talentiertesten Deutschen Nachwuchsentwickler. Noch bis zum 30. Oktober können die besten Teams ihre Fertigkeiten unter Beweis stellen und ein in Eigenregie entwickeltes Game einreichen. Anschließend entscheidet eine hochkarätige Fachjury, wessen Spiel durch eine innovative Idee und die Art der Umsetzung begeistert. Dieses Jahr sind zum ersten Mal auch Spiele für das aktuelle Mac Betriebssystem OS X zugelassen. Read more…

No Comments